Logik-GUI-Zeiten-Heizung-Einzelraumregelung-Komfort

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Inhaltsverzeichnis

Funktion


Diese Logik stellt eine Einzelraumregelung mit erweiterten Funktionen gegenüber dem Standard Regler zur Verfügung. Dieser Regler ist für den Betrieb heizen / kühlen mit Fan-Coil-Steuerung ausgelegt. Die Umschaltung zwischen Heizen / Kühlen erfolgt automatisch, als Stellgröße werden Jeweils 0-100% für Heiz- Kühlventil und Fan-Coil-Steuerung ausgegeben. 

Liegen die Basis Sollwerte für heizen und kühlen übereinander, wird die Umschaltung Kühlbetrieb automatisch nach oben verschoben, diese liegt immer zwei Grad über der Heiz Schwelle (doppelte Hysterese, einstellbar in den Parametern des Reglers).

Ein-Ausgänge

Eingänge Funktion Ausgänge Funktion
Betriebsart
Betriebsart:
1: Komfort
2: Standby
3: Nacht
4: Frostschutzbetrieb, siehe Parameter
In den Betriebsarten 2-4 ist der Kühlbetrieb gesperrt.
Ventil Heizen 0-100% Prozentausgang 0-100% für das Heizventil
Soll Komfort Solltemperatur Komfort Betriebsart 1, Solltemperatur ist Soll Komfort + Basissollwert Ventil Heizen 0-100% FC Prozentausgang 0-100% für das Heizventil (Fan-Coil-Steuerung)
Soll Standby Solltemperatur Standby Betriebsart 2, Solltemperatur ist Soll Standby + Basissollwert Ventil Kühlen 0-100% Prozentausgang 0-100% für das Kühlventil
Soll Nacht Solltemperatur Nacht Betriebsart 3 = Absolutwert Ventil Kühlen 0-100% FC Prozentausgang 0-100% für das Kühlventil (Fan-Coil-Steuerung)
Raumfühler Raumfühler Soll aktuell

Aktueller Sollwert, als Sollwert wird der Sollwert aus der jeweiligen Betriebsart plus dem Wert aus diesem Eingang verwendet.

Basissollwert heizen

Basissollwert, als Sollwert wird der Sollwert aus der jeweiligen Betriebsart plus dem Wert aus diesem Eingang verwendet.

Ausfälle Raumfühler Senden der Raumfühler innerhalb eines einstellbaren Zeitraums den Sollwert nicht, wird dieser Ausgang um 1 hochgezählt. Siehe Parameter Überwachung Raumfühler
Soll Frost Solltemperatur Frostschutz Betriebsart 4 oder bei geöffnettem Fenster. Y(Info.)

Ausgang des PID Reglers zur Hilfe bei der Optimierung.

Präsenzmelder 

An diesem Eingang kann ein Präsenzmelder angeschlossen werden. Eingang = 1 bedeutet Anwesend. Ist kein Melder vorhanden, Konstante #1 am Eingang eingragen.

Ist der Präsenzmerlder aus, wird autoamtisch auf die Betriebsart Standby umgeschaltet. Dies gilt nur, wenn Eingang Betriebsart auf Komfort steht, alles anderen Betriebsarten bleiben davon ausgenommen. 

Status(Inof.)

Status des Reglers:

  • Bit 0=1: Heizbetrieb
  • Bit 1=1: Kühlbetrieb
  • Bit 2=1: Fenster offen
  • Bit 3=1: Abwesend (Präsenzmelder = AUS)
  • Bit 4=1:
Fensterkontakt Fensterkontakt, 1= Fenster geschlossen. Nur wenn dieser Eingang  1 ist,
ist der Regler aktiv. Nur bei geschlossenem Fenster
ist der Regler aktiv. Liefert der Fensterkontakt 0 bei geschlossen, kann
dieser Eingang in den Parametern invertiert werden. 
Umsch. Heizen(Info)

Hier wird die Schaltschwelle ausgegeben, bei der auf die Betriebsart heizen umgestellt wird. 


Sperre Heizen Sperre Heizbetrieb, bei einem Wert ungleich 0 ist der Heizbetrieb
gesperrt. Wichtig: Diese Sperre wird durch den Frostschutzbetrieb nicht übersteuert.
Umsch. Kuehlen(Info)

Hier wird die Schaltschwelle ausgegeben, bei der auf die Betriebsart kühlen umgestellt wird. 

Sperre Kühlen Sperre Kühlbetrieb, bei einem Wert ungleich 0 ist der Kühlbetrieb
gesperrt.
Ausfälle Fensterkontakt Sendet der Fensterkontakt innerhalb eines einstellbaren Zeitraums den Sollwert nicht, wird dieser Ausgang um 1 hochgezählt. Siehe Parameter Überwachung Fensterkontakt
Basissollwert kühlen Basissollwert, als Sollwert wird der Sollwert aus der jeweiligen Betriebsart plus dem Wert aus diesem Eingang verwendet.


Parameter

Regelzeit

Zeit für die Berechnung des PID Reglers. Standard 1 Sekunde. Wird diese Zeit verändert, beeinflusst das auch die EInstellung des Integralanteiles des PI Regler, dieser ist dann nicht mehr in Sekunden zu verstehen.

Verstärkung Verstärkung (Standard 10), entspricht dem P Anteil eines PI Reglers. Bei einem höheren Wert reagiert der Regler mit einer größeren Stellgröße.
Verstärkung/Zeit I Integralanteil in Sekunden. Entspricht dem I Anteil eines PI Reglers (Standard 1). Dieser Wert muss nur bei sehr schwierigen Regelstrecken angepasst werden.
Fensterkontakt Invertieren
______________________
Normalerweise bedeutet Eingang gleich 1 der Regler wird gesperrt (1=Fenster geöffnet), mit diesem Parameter kann das Verhalten umgekehrt werden.
Überwachung Raumfühler Zeit in Sekunden zur Überwachung des Raumfühlers. Sendet der Fühler den Istwert nicht innerhalb dieser Zeit, wird der Ausgang Fühlerüberwachung auf 1 gesetzt. Bei jedem weiteren Ausfall wird der Ausgang um 1 hochgezählt. Der Wert am Ausgang wird nicht gespeichert, soll der Wert permanent gespeichert werden, verwenden Sie hierzu einen Zähler am Ausgang.
Überwachung Fensterkontakt Zeit in Sekunden zur Überwachung des Fensterkontaktes. Sendet der Fensterkontakt den Zustand nicht innerhalb dieser Zeit, wird der Ausgang auf 1 gesetzt. Bei jedem weiteren Ausfall wird der Ausgang um 1 hochgezählt. Der Wert am Ausgang wird nicht gespeichert, soll der Wert permanent gespeichert werden, verwenden Sie hierzu einen Zähler am Ausgang.

Verzögerung Fensterkontakt
___________________________

Zeit in Sekunden. Erst nach Ablauf dieser Zeit nach dem Öffnen des Fensters wird der Regler abgeschaltet.
Typ

Typ des Reglers

  • 1. Gleitend (0-100%): Ausgang für Ventil wird gleitend mit einem PI Regler geregelt
  • 2. Inkrementell (0-100%): Ausgang für Ventil wird gleitend mit einem PI Regler geregelt.  Anders als bei Typ 1 wird die berechnete Stellgröße aufaddiert. Bei diesem Regelverhalten sollte ein sehr kleiner P Wert vorgegeben werden.
  • 3. Zweipunktregler: Ventil wird mit dem Parameter aus Hysterese gesteuert.
Hysterese

Wird der Regler als Zweipunktregler betrieben, wird dieser Parameter zur Steuerung des Ventils verwendet. Bei unterschreiten der Solltemperatur minus Hysterese wird das Ventil eingeschaltet, bei überschreiten der Solltemperatur plus Hysterese wird das Ventil ausgeschaltet.


Verzögerung Präsenzmelder Hier kann eine Verzögerung für den Präsenzmelder angegeben werden.

Hinweise

  • Die Umschaltung heizen / kühlen erfolgt automatisch. Übersteigt die Raumtemperatur die vorgegebene Basissolltemperatur wird auf Kühlung umgeschaltet und auf die Solltemperatur geregelt.
    Beispiel: Basissollwert heizen = 20°, Basissollwert kühlen = 26°
    Liegt die Raumtemperatur über 26 Grad, wird die Kühlung aktiviert und auf Basissollwert kühlen+Sollwert Komfort gekühlt. Liegt die Raumtemperatur unter 20° wird auf Heizbetrieb umgeschaltet und auf Basissollwert heizen + Komfort Temperatur geregelt. Zwischen den beiden Sollwerten bleibt der Regler in der zuletzt ausgewählten Betriebsart.
  • Die Schaltschwelle für den Kühlbetrieb wird automatisch nach oben (+ 2* Hysterese) verschoben, wenn die Schwelle Umschaltung Heizung >= der Schaltschwelle für kühlen wird. Eine Überscheidung der beiden Schaltschwellen ist damit ausgeschlossen.
  • Die Umschaltung auf Kühlbetrieb ist nur bei Betriebsart Komfort aktiv, in allen anderen Betriebsarten gilt nur der Heizbetrieb.
  • Bei geöffneten Fenster wird der Regler auf Frostschutzbetrieb umgeschaltet. 
  • Der Eingang Sperre heizen oder Fensterkontakt wird nicht durch den Frostschutzbetrieb aufgehoben.